8. Januar 2021

Sterna: 10 Mio. Euro für den Kampf gegen Asthma

Das Marburger Biotech-Unternehmen Sterna hat eine Serie-A-Finanzierung abgeschlossen.

Die Sterna Biologicals GmbH & Co. KG, ein Immunologie-Unternehmen in Marburg, erhält nach dem Second Closing einer Serie-A-Finanzierung 10 Mio. Euro. Bereits im vergangenen April waren nach dem First Closing 12 Mio. Euro geflossen.

Mit dem frischen Geld sollen eine Phase IIb-Studie für den Asthmatherapiekandidaten SB010 und eine Phase I/IIb-Studie für den Kandidaten SB012 gegen chronische Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa vorbereitet werden. Sterna bereitet derzeit eine Phase IIa-Proof-of-Concept-Studie für SB010 bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Asthma vor. Das Unternehmen erwartet klinische Daten daraus im Jahr 2022 und plant den Beginn der Phase IIb-Studie im Jahr 2023. Parallel dazu hat Sterna ein Projekt zur oralen Formulierung von SB012 gestartet. Die Phase I/IIb-Studie könnte in der ersten Hälfte des Jahres 2023 beginnen.

Sternas neuer Ansatz zur Herunterregulierung von GATA-3 mit dem hauseigenen Ribozym hgd40, einem katalytischen Antisense-Oligonukleotid (DNAzym), könnte nach Unternehmensangaben eine breit angelegte, nicht-steroidale, entzündungshemmende Therapie ermöglichen. Die Herunterregulierung von GATA-3 führe durch Hemmung der TH2-Immunantwort und Stimulation von regulatorischen T-Zellen zu einer verringerten Expression mehrerer wichtiger Entzündungszytokine und damit zu einer Normalisierung der dysregulierten Typ-2-Immunität (Immunmodulation). Die hgd40-basierten Therapien SB010 zur Behandlung von Asthma (in Phase IIb) und SB012 zur Behandlung von Colitis ulcerosa adressieren demnach mehrere Entzündungsmediatoren gleichzeitig und bringen eine insgesamt dysregulierte Immunantwort wieder ins Gleichgewicht. Breitspektrum-Therapeutika wie SB010 und SB012 ermöglichten eine sichere und wirksame Behandlung von entzündlichen Typ-2-Erkrankungen.

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