Herkunft und Bedeutung des Elevator Pitch

29. April 2018

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Beim Elevator Pitch, auch Elevator Speech oder Elevator Statement genannt, wird eine Idee so kurz wie möglich und punktgenau vorgestellt. Meist dient es dabei der Überzeugung möglicher Investoren von einem bestimmten Geschäftsvorhaben. Aber warum muss die Idee so komprimiert erklärt werden? Ist es nicht viel informativer und spannender für Interessenten, sich die ganze Geschichte rund um das Vorhaben anzuhören? Um das klären zu können, haben wir für euch herausgefunden wo der Begriff überhaupt herkommt.

Grundsätzlich könnt ihr den Namen wörtlich nehmen. Der Pitch ist dafür ausgelegt im Fahrstuhl gehalten zu werden. Ihr habt also eine innovative Idee, wisst wie sie umgesetzt werden kann und alles was jetzt eigentlich noch fehlt, ist der richtige Investor. Doch der Chef ist im Stress und hat nur wenig Zeit. Plötzlich bekommt ihr spontan eure Chance und könnt kurz mit ihm ins Gespräch kommen. Stellt euch nun einfach vor, ihr seid im Fahrstuhl und habt nur während dieser Zeit die Möglichkeit, eure Idee von der besten Seite zu präsentieren. Konzentriert euch und stellt nur das vor, was eure Idee besonders macht. Kerngedanke ist also, eine wichtige Person für die Dauer der kurzen Zeit einer Fahrstuhl-Fahrt von der eigenen Idee zu überzeugen. Dabei müssen Vorteile, Innovationen und Zielkunden genannt werden. War die Vorstellung überzeugend, werden anschließend alle weiteren Informationen geklärt oder ein Treffen ausgemacht. Ihr habt also ungefähr 60 Sekunden Zeit euren Investor von eurer Idee zu überzeugen.

Vorteil dieser Methode ist die Neugier, die durch einen solchen Power Pitch geweckt werden kann. Statt mit PowerPoint-Präsentation und einem seitenlangen Handout aufzutauchen, könnt ihr auf diese Weise euer Gegenüber mit den reinen Inspirationen überzeugen. Die Botschaft wird in wenigen Momenten ganz klar vermittelt.

Was amerikanische Geschäftsleute ins Leben gerufen haben, ist bis heute fester Bestandteil der Vorstellung von Start-ups geworden. Die Ideen werden zwar nicht mehr im Fahrstuhl vorgetragen, die Methode eignet sich aber genauso gut für Messen, Telefonate, Vorstellungsgespräche, Netzwerktreffen oder beim Kennenlernen von Zufallskontakten.

Wichtig ist es nun alle Vorteile und lediglich die relevanten Informationen in wenigen Sekunden zu erwähnen. Konzentriert euch hier auf die Hauptargumente und lasst Nebensächliches einfach weg. Werden zu viele oder gar unwichtige Argumente während des Gesprächs genannt, geht die Aufmerksamkeit verloren und der Vortrag ist misslungen. Um die Spannung und das Interesse aufrecht zu erhalten müsst ihr also mit Überzeugungskraft und Präzision die Geschäftsidee auf den Punkt bringen – so überzeugt ihr die Investoren.

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