Ein digitaler Begleiter für Rheumapatienten: Interview mit Midaia

6. Mai 2020

Konzeptphase
Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Midaia, ein Digital-Health Unternehmen aus Mannheim. Wir entwickeln Software zur Behandlungsunterstützung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Als Team sind wir vor allem sehr international und divers in unseren Kompetenzen. Bei uns arbeiten Leute aus der Ukraine, Ägypten, Pakistan und aus Deutschland. Dabei haben wir Gesundheitsexperten, Rheumatologen, Data-Scientists und Softwareentwickler im Team.

Welches Problem löst Euer Start-up?

Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen benötigen eine konstante ganzheitliche Betreuung, die das Gesundheitssystem, auch aufgrund des Mangels an Rheumatologen, nur schwer leisten kann. Midaia sammelt mit Hilfe eines intelligenten Chatbots Gesundheitsdaten, um personalisierte Therapiepläne zu entwickeln und so Patienten und Ärzte bei der Behandlung zu unterstützen und zu entlasten.

Was waren bislang die größten Herausforderungen für Euch?

Es hat sehr lange gedauert, bis wir alle Kompetenzen und Skills abgedeckt haben, die wir als Digital-Health Startup benötigen: Medizinisches und regulatorisches Know-how, sowie IT-Kompetenzen. Analog dazu hat es einige Zeit in Anspruch genommen, um auch klinische Partner davon zu überzeugen, uns zu begleiten.

Auf welche erreichten Meilensteine seid ihr besonders stolz?

Wir haben inzwischen zahlreiche klinische Partner für unsere Anwendung gewinnen können. Und wir sind auf jeden Fall auch stolz darauf, von Science4Life für unser Konzept prämiert worden zu sein. Darüber hinaus gibt es noch zwei, drei weitere Dinge, die können wir aber noch nicht offiziell verkünden. Das holen wir dann im Mai und im Juni nach.

Wer oder was hat euch bisher einen echten Erfolgsschub gegeben?

Neben nennenswerten Stipendien haben wir vor allem mit unseren neuen Leuten an Board einen echten Erfolgsschub bekommen. Wir haben unsere Entwicklung enorm professionalisiert und kommen deutlich zügiger voran. Das öffnet natürlich auch Türen.

Wo möchtet Ihr in einem Jahr sein und was wollt ihr in drei Jahren erreicht haben?

In einem Jahr hat unsere Software bereits einer Vielzahl an Patienten zu einem besseren Wohlbefinden verholfen und Rheumatologen in Ihrer Tätigkeit entlastet. In drei Jahren ist unsere Software für weitere Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises etabliert und mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet.

Welche drei Tipps habt ihr für andere Life-Sciences-Start-ups?

Im Life-Science Bereich muss man eine extra Portion Ausdauer mitbringen, um regulatorische Hürden zu überstehen. Schnelles Testing, wie das bei anderen Software-Unternehmen üblich ist, ist hier nicht drin. Ansonsten kann ich nur raten, frühzeitig auf fachspezifische Netzwerke und Acceleratoren zuzugehen.

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